Frostgrave Solo-Spielbericht

Nicodemus der Nekromant erzählt:

"In der Nähe des ehemaligen Händlerviertels gibt es eine alte Turmruine, in der seit einiger Zeit ein mysteriöses bläuliches Leuchten zu sehen ist. Von der Umgebung dort erzählt man sich, dass seit kurzem ein unnatürlich hohes Auftreten von Dämonen aller Arten bemerkbar ist. 

Dämonen bedeuten große Gefahren, aber vielleicht gibt es dort auch Geheimnisse und Reichtümer zu entdecken. Irgend etwas geht dort vor sich !

Lucian fand heraus, dass sich erst vor wenigen Tagen eine Abenteuerergruppe dorthin verirrt hatte und es keiner von ihnen zurück schaffte. Aber es soll laut Lucians Nachforschungen Überlebende vor Ort geben, die vielleicht Informationen haben. Wie das zusammen passen soll ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich ist es nur ein neuerlicher Schlamassel, in den uns die unausgegorenen Gerüchte die mein verblödeter Lehrling aufschnappt, führen.

Trotzdem: meine Neugierde war geweckt und ich befahl meinen Söldlingen sich reise- und kampffertig zu machen.

Da der alte Templer noch seine Wunden aus dem letzten Kampf pflegen musste, nahm ich wieder die beiden Schatzjäger Theoden und Marco mit.

Wir entdeckten in unmittelbarer Nähe des seltsamen Turmes einen Eingang zu einem alten Keller. Plötzlich rutschten wir auf der eisglatten Kellertreppe ungebremst und unangekündigt in die Tiefe. 

Unglücklicherweise hatten sich zwei Trolle den Eingangsbereich offensichtlich als Unterschlupf ausgesucht.

Nach einem kurzen Moment der Konsternation führte das zu einem chaotischen Handgemenge, das die Trolle mit ihrem Leben, Theoden aber mit einer schweren Verletzung bezahlte. Marco wurde komplett ausgeschaltet und wir ließen ihn erstmal zurück."

....

Bereits im ersten Raum ergab sich der Kampf mit den zwei Trollen. Die Biester passen noch nicht einmal auf das Bodenplan-Segment !

...

Nach dem Kampf fanden wir einen verwundeten Heiduk, ein Überlebender der Abenteuerer, von denen Lucian gehört hatte. Er brabbelte etwas von einem furchtbaren Dämonenangriff, dem seine Gruppe zum Opfer fiel und dass es in diesem Keller irgendwo noch einen Gefährten von ihm geben soll, der eine wichtige Karte bei sich hat. Nachdem er mir alles gesagt hatte, erlöste ich ihn von seinem Leiden und nahm sein Gold.

Mit Schildzauber und Heiltrank päppelte ich den blutspuckenden Theoden soweit wieder auf, dass er sich auf den Beinen halten konnte.

Ein weiterer Raum, ein weiterer Unterschlupf für alle möglichen Viechereien. Diesmal ein weißer Höhlenbär mit beeindruckenden Ausmaßen. Bei ihm waren noch drei Wölfe, die allesamt über uns herfielen. So eine seltsames gemeinsames Auftreten von verschiedenen Raubtieren gibt mir zu denken. Vielleicht befindet sich hier in der Nähe ein Zugang zu den verborgenen Höhlen der uralten Bestienbeherrscher, von denen ich bereits gehört hatte.

Die Wölfe waren nicht das Problem, aber der zottige Bär machte uns zu schaffen.  Doch zu guter Letzt trieben wir die Bestie in die Enge und machten ihr den Garaus.

Aber Theoden hatte durch die vorangegangenen Kämpfe schwer zu leiden und nur mit letzter Kraft konnte er mit mir Schritt halten. Doch der wahnsinnige Tropf stürzte sich kurz darauf in einen unnötigen Nahkampf mit einem Skelettkrieger und, wie es heisst: Hochmut kommt vor dem Fall... mit einem unerwartet heimtückischen Schlag hieb das Skelett den verwundeten Theoden nieder. Fortan würden mir nur meine beschworenen Zombies zu Seite stehen.

...

Bei dem letzten Raum handelte es sich um einen Wohnraum. Am Bett lag eine weitere Leiche der Abenteuerergruppe. Aber mir gefror der Atem, als zwei unheilig fließende Gespenstergestalten in schwarzen Kutten auf uns zukamen. Es kostete mich viel Kraft und Zaubermacht und ich musste zweimal neue Zombies beschwören, bis die Gespenster endlich besiegt waren. Als Lohn winkte mir dieser ungeplünderte Raum und, wie angekündigt, fand ich bei der Leiche des Soldaten eine zerknitterte, nahezu unlesbare Karte. Ich ließ von meinen hirnlosen Zombies alle Schätze und Verwundeten des Trupps in mein Laboratorium schaffen und machte mich an das Entziffern der Karte...

Die Karte wurde in einem gebogenen hohlen Drachenzahn aufbewahrt und zeigt den Weg zur Ruine eines alten Zaubererturmes, in dem es viel Wissen und Schätze zu bergen geben soll. Ich kann es kaum abwarten, bis meine Söldlinge soweit ausgeheilt sind, dass wir uns dahin aufmachen können."