Gefecht bei Dahlenkirchen (Napoleonisch Black Powder-Spiel vom 26.03.2016) - TEIL 2

'3.Spielzug, Preussen:

Links von Dahlenkirchen durchschreiten die ersten Musketiere den Fluß und greifen das schwer angeschlagene russischen Infanteriebataillon an um zentral ihre Übermacht auszuspielen und das gegnerische Zentrum zu durchbrechen.

An der Südfurt entbrennt auf der kompletten Flußbreite, nach kurzen Tirailleurfeuer, ein wildes Hauen und Stechen als die Preußen ihrerseits angreifen und das zweite russische Battalion verwickeln. Die folgenden Kämpfe enden jedoch in einem blutigen Patt als die preußische Überlegenheit auf die russischen Starrköpfigkeit trifft

An der Nordfurt versuchen die preußischen Husaren die Lage zu retten und reiten eine wilde Attacke auf die russischen Dragoner auf der linken Flussseite. Zu allem Unglück schaffen es die Dragoner nicht nur Ihre Pferde zu wenden und sich den Husaren zu stellen sondern nach einem kurzen Handgemenge werden die preussischen Reiter vernichtend geschlagen.

Durch dieses Massaker geschockt versagen den Fusiliere, die letzte preussische Einheit auf der rechten Flußseite, die Nerven und sie beleiben paralysiert an Ort & Stelle stehen.

Auf dem Bild haben sich leider die leichten Reiter schon in alle Winde zerstreut.

 

'3. Spielzug, Russen:

Wie es kommen musste fallen die Dragoner, frei jeglicher Bedrohung, den preussischen Zentrum in den Rücken. Hier wird die Fussbatterie vernichtet und die Landwehrkavallerie endgültig in die Flucht geschlagen.

Links von Dahlenkirchen schaffen es die angeschlagenen Russen das preussischen Musketierregiment zurück über den Fluss zu treiben aber es warten bereits frische Einheiten auf ihren Einsatz.

An der Südfurt tobt der verbissene Kampf weiter und ein Landwehrbattalion wird zerstreut, dennoch hält der Rest die Offensive weiterhin aufrecht. Eine Einheit Kosaken traut sich näher an das Kampfgeschehen jedoch nur um indirekte Unterstützung zu liefern.

 

'4. Spielzug, Preussen:

Die Lage an der Nordfurt ist verzweifelnd zumal es lediglich eine Einheit Musketiere schafft sich gegen die durchgebrochene Dragonerbrigade zu wenden. Einziges Glück der Preussen ist das die beiden russischen Reiterregimenter schwer erschöpft sind und sich vor weiteren Angriffen erst ausruhen müssen.

An der Westfurt wird eine Einheit Landwehr verdrängt bietet jedoch nun Platz das die Preussen ihre Übermacht an Reiterei ausspielen können.

Bei Dahlenkirchen besteht derzeit der einzige Lichtblick in der Vernichtung der russischen Formation welche das Ufer besetzt hielt. Der massierte Beschuss von fünf preussischen Einheiten war letztendlich auch für die stoischen russischen Soldaten zuviel.

 

 

'4. Spielzug, Russen:

Rechts der Ortschaft setzten die Elitesoldaten der Pavloschen Grenadiere (beide Feldbattalione ) über den Fluß vertreiben die freiwilligen Jäger und greifen das hier stehende Landwehrregiment an.

 

'5. Spielzug, Preussen:

An der Südfurt greifen nun die Dragoner die äußerste russische Einheit an und sehen erfreut das das Bataillon versagt ein Karree zu bilden und ungeordnet Ihren Angriff erwarten muss. Direkt daneben greift ein frische Landwehrformation die Furt an.

Während sich die freiwilligen der Landwehr wieder an den zähen Soldaten festbeißen ergeht es den Dragonern schlecht. Schon das Abwehrfeuer der Russen war fürchterlich (gewürfelte 5,5,6) und die Dragoner kamen nur mit schweren Verlusten und in Unordnung an. Im folgenden Nahkampf blieben die Russen standhaft und die schiere Anzahl an Verlusten führte zur Flucht der preussischen Kavalleriebrigade.

 

'5. Spielzug, Russen:

Endlich und nicht ganz freiwillig (denn erst der direkte Befehl des Oberkommandierenden, mit Hilfe eines Wiederholungswurfes, zwang die Kosaken die bis dahin jeglichen Befehl verweigerten ) greifen auch eine Einheit Kosaken in das direkte Schlachtgeschehen ein und zwing das dezimierte Regiment Fusiliere bei der Nordfurt in ein eilig formiertes Karree. Dadurch werden die Preussen letztendlich dort gebunden und eng zusammengedrängt dem Plänklerfeuer ausgesetzt

 

 

Die Russischen Grenadiere des Regiment Pavlov stoßen weiter in die preussische Schlachtordnung ein. Während ein Battalion der erschöpften Dragonerbrigade zur Hilfe eilt greift das Andere Dahlenkirchen an.

Obwohl Dahlenkirchen den Angriff abwehrt ist die Lage der Preussen mehr als schwierig.

 

 

'6. Spielzug, Preussen:

Durch die Lücke recht von Dahlenkirchen prescht ein Musketierregiment der Preussen direkt auf eine Batterie der Russen. Routiniert laden die russischen Kanoniere Kartäschenladungen in ihre Rohre und schlagen den verzweifelten Angriff mit einer fürchterlichen Salve ab.

An der Südfurt erlahmt der preussische Angriff endgültig nachdem sie mehr als die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke eingebüßt haben.

Ein weiteres Batallion Landwehrgardisten versucht die bedrohte linke preussische Flanke zu sichern entblößt jedoch dadurch immer mehr das Zentrum.

'6. Spielzug, Russen:

Die Kosaken reiten über die Nordfurt und zwingen erneut eine preussische Einheit ins Karree während das frische Grenadierbataillon der eilig herbeieilenden Landwehr in die Flanke fällt.

Auch an der linken Flanke , bei der Südfurt, werden die Kosaken aktiv, es gilt anscheinend gegen Ende der Schlacht Beute zu machen. Sie zwingen die letzten demoralisierten Soldaten der Landwehr ins Karree während die Russischen Infanterieeinheiten den Fluß überschreiten.

Die Lage ist hoffnungslos für die Preussen geworden. Die beiden Flanken sind faktisch aufgerieben und nur noch das Zentrum verfügt über frische Einheiten kann aber keinen Durchbruch erwingen. Die preussischen Kommandeure befehlen den allgemeinen Rückzug.

 

Hier noch zwei Blicke auf das Ende …

 

Fazit:

Wieder hatten alle Ihren Spaß und trotz des eindeutigen Ausgangs war es lange Zeit spannend. Eventuell muss auch das Szenario etwas modifiziert werden.

Da das Spiel stellenweise von extremsten Würfelergebnissen zugunsten der Russen beeinflußt wurden läßt sich schwer sagen ob die Vorabliste der zaristischen Armee ausgewogen ist. Mir persönlich wirken die Infanterieeinheiten mit einem Punkt Stamina mehr als sehr hartnäckig, während es scheint das ihre Nachteile (kein Bonus auf Plänkler & Nahfeuer) nicht allzu stark in Gewicht fallen.

Der zweite Regeltest, mit den Kosaken, ist ebenfalls durchwachsen da sich die Steppenreiter überraschend historisch und unbewusst aus dem gröbsten heraushielten und erst gegen Ende aktiv wurden. Weiter Test sind hier nötig aber ein senken der Stamina auf 2 steht im Raum.

Noch für die Statistik... beide Seiten führten 36 Einheiten ins Feld mit ca. 670 bemalten Miniaturen auf dem Feld.

Es waren haupsächlich Miniaturen der Perry Brüder (https://www.perry-miniatures.com/) vorhanden aber auch Warlord (http://www.warlordgames.com/) und Calpe  Miniatures (http://www.calpeminiatures.co.uk/) sowie vereinzelt einige Front Rank-Miniaturen (http://www.frontrank.com/) & den Kosaken der Firma the Assault Group (http://www.theassaultgroup-shop.co.uk/).