Kampagne „Deutschlande 1813“, Schlacht bei Grossgörschen

Kampagne „Deutschlande 1813“, Schlacht bei Grossgörschen

Ziel unserer „Baumkampagne 1813“ ist es, einen quasi historischen Hintergrund für unsere napoleonischen „Black Powder“ Schlachten zu schaffen. Auf Grund der interessanten Armeen- und Truppenvielfalt in den 1813-Feldzügen haben wir Diesen als Aufhänger einer Kampagne mit minimalistischem Verwaltungsaufwand gewählt um unseren Miniaturenbestand zu nutzen oder auch zu erweitern .

Hier ein kurzer Link zum historischen Hintergrund …

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Gro%C3%9Fg%C3%B6rschen

Hier der Kampagnenbaum...

Szenario:

Die Preussen & Russen haben mehr Punkte und gelten als Angreifer. Am Ende des Spiels müssen die Angreifer drei der vier Dörfer kontrollieren um zu gewinnen.

Armeelisten:

Preußen

1.       Brigade

3x Landwehr Infanterie

2x Musketiere

1x Füsiliere (l. Inf.)

1x Haubitzen-Batterie

1x Landwehr-Reiter (Tiny)

Russen

1.       Brigade

3x Infanterie (Stamina 4,…)

2x l. Infanterie (Stamina 4,…)

1x  Fuss Batterie

2.       Brigade

2x Kosaken(irregular, …)

 

GEGEN:

 

Franzosen:

1.       Brigade

3x Marine-Infanterie (Reliable)

1x Artillerie Batterie

2.       Brigade

2x Westfälische Infanterie (unreliable)

2x Bayrische Infanterie (First fire)

1x Westfälische Jäger-Carabiniers (tiny, Plänkler )

1x heavy Artillerie Batterie

3.       Brigade

2x franz. Dragoner

 

1 Spielzug

Aus einer massiven Staubwolke erscheinen die Truppen der Allierten in breiter Gefechtsordnung auf dem Schlachtfeld.

Während die Preussen recht zögerlich vorrücken und sich hierbei lediglich eine Einheit Landwehr hervortut indem sie die Ortschaft Kleingörschen mit einem Eilmarsch einimmt rücken die Russen aggressiver vor.

Hans hatte sich das ganze …sauberer und ruhmvoller vorgestellt. Vor einem Monat auf den Marktplatz seines Heimatdorfes hatten die Wachmeister & Feldwebel der lokalen  Landwehr vom Ruhm des Feldes und der Rache an dem Franzos geblöckt, die Leut ermuntert und viel Gesind machte sich auf.

Nun waren Sie all Nass und durchgefroren, schlecht verpflegt und nur die mitgebrachten Holzschuhe leistet ihm gut Dienst wo die ausgeteilten Schuhe schon längst aus dem Leim gegangen.

Unter Führung der wilden Kosaken gelingt es der russischen Infanterie nicht Rahna vor den Franzosen zu erreichen und muß zusehen wie eine Einheit bayrische Nationalgarde die Ortschaft erreicht und sich verschanzt.

Dennoch herrscht Unordnung auf der französischen Seite und die deutschen Verbündeten zögern mit dem Vormarsch. Lediglich ein Regiment der westfälischen Linieninfanterie besetzte Grossgörschen.

Währenddessen marschiere die französischen Marinesoldaten, aus verschiedensten Küstenfestungen der Bretagne, in die Lücke zwischen Grossgörschen und Rahna und später in Linie eine Schlachtlinie gegen die noch weit entfernten Preussen zu bilden. Die begleitende Batterie der Marinebrigade schaffte lediglich das Spielgeld zu betreten und blieb aufgeprotzt.

Recht von Rahne stand lediglich die schwere Batterie und die heranmarschierenden Elite-Plänkler der Westfälischen Garde. Um diesen Schwachpunkt zu verstärken ritt auch das erste erscheinende Dragonerregiment dorthin um die russische Infanterie von allzu verwegenen Vormarsch abzuhalten.

 

2 Spielzug

Die Preussische Brigade zweigte weiterhin wenig Elan und verweigerte , ohne Zweifel noch vom Eilmarsch erschöpft, den Vormarsch.

Lediglich die plänkelden Fusiliere, die Haubitzenbatterie und die Landwehrreiterschwadron rückten vor.

Die Russen hingegen eröffneten an allen Stellen das Gefecht mit den Franzosen. Links von Rahna überflügelten die Russischen Infanterieregimenter die französischen Dragoner, der Plan die Russen zu beschäftigen und vor einem Durchbruch abzuhalten schien aufzugehen, jetzt war nur die Frage welchen Preis die Dragoner hierfür bezahlen mußten. Den ersten Salven vielen nur wenige Reiter zum Opfer aber hinterließ genug Unordnung um die Franzosen festzunageln.

 

Ein Regiment Linieninfanterie griff Rahna an aber das zur Unterstützung befohlene Regiment missinterpretierte den erscheinenden Bote, wahrscheinlich ein sprachfremder Adjutant eines ausländischen Militärberaters, und hielten die Position. So wurden die angreifenden Russen von den Bayern abgewiesen.

In einem wahren Husarenstück ritten die Kosaken durch die noch nicht geschlossen Front der französischen Marieninfanterie und  machten die Batterie nieder.  Jedoch so weit in der feindlichen Armee war Ihr Schicksal zweifelsohne besiegelt und sie würden alsbald den französischen Kanonieren ins kalte Grab nachfolgen .

Die Französische Marinebrigade formierte Linie und verweigerte den Allierten weitere Vorstöße in den Aufmarschbereich der kaiserlichen Truppen, die frechen Kosaken waren genug.  Diese wurden zwar von allen Seiten beschossen konnten aber nicht ausgelöscht werden.

Rechts von Rahna entschlossen sich die deutschen Verbündeten angeführt von dem zweiten Dragonerregiment  den bedrängten Reiterregiment zur Hilfe zu eilen während die  Jäger-Carabinere und schwere Batterie Deckungsfeuer in die russische Infanterie abgaben.

Die  bayrische Besatzung von Rahna schlug letztendlich die russische Linieninfanterie zurück und hielt die Ortschaft.

3 Spielzug

Wieder rückten die Preussen nur langsam den Franzosen entgegen, die Russen müßten sich wirklich fragen ob Ihr Verbündeter die Franzosen von tiefsten Herzen hasste  oder eher fürchteten. Links von Rahne mußten sich die Linieninfanteristen neu gegen die frisch erscheinenden Infanteristen der deutschen Rheinbund ausrichten und eröffneten ein heftiges Tiralleurfeuer auf dem ganzen Flügel

Ein erneuter Angriffsbefehl für ein Regiment auf Rahna scheiterte bereits bei der Befehlübergabe , der Adjutant scheint eher ein verräterischer Finne zu sein. Nur die zweiten Kosaken ritten provuzierendan der Front der französischen Marineinfanterie entlang ohne diese bedrohen zu können.

Rechts von Rahna griffen die Westfalen unterstützt von dem regulären bayrischen Linientruppen das russische Musketierregiment an, welches schon schwer unter dem kombinierten Beschuß der gesamten Front gelitten hatte. Die pure Sturheit der Russen sorgte für ein Unentschieden. Die Jäger – Carabinere rückten vor und bildeten einen Schutzschild  für die  französischen  Dragoner gegen die Plänkelnden russischen Jäger.

Das frische französische Dragonerregiment  schwenkte nach links ab um sich letztendlich der Bedrohung der durchgebrochenen Kosaken zu entledigen, da der kombinierte Beschuss letzte Runde so versagt hatte.

Pierre war schon 3 Jahre in Spanien als der Kaiser sein Dragonerregiment zurück ins Mutterland rief. Die Lage war hier schwierig denn die neuen Rekruten waren erbärmlich, Sie konnten sich kaum auf den Pferden halten und selbst einfache  Manöver  der Schwadronen  gingen Ihnen gar nicht von der Hand. Einige Schwenks und die Linien war  hoffnungslos durcheinander , die Offiziere mussten Halt befehlen um die Reihen neu zu ordnen. Noch schlimmer waren jedoch die Pferde , eher Schindmähren wurden uns übergeben die andersort direkt dem Metzger gingen.

Nun ritt er  in der dritten Reihe der Reiterlinie und  sah auf  der  Anhöhe  eine Batterie  aus den Schwestern des Kaisers die unentwegt auf die, ihm abgewandte, Seite feuerte. Als Sie näher kamen grüßten die Kanoniere frenetisch sein Regiment mit ihren Tshakos  hoch in die Luft erhoben.

Nach kurzen Anritt wurden die undisziplinierten Russen in alle Winde zerstreut.

 

4 Spielzug

Endlichen erreichte das Gro der Preußischen Infanterie Musketenreichweite zur Franzöischen Schlachtlinie und zeigte erschreckend die überlegen Feuerdisziplin der neuen Heeresreformen. Kombiniertes Feuer der russisch und preußischen Kanonen zusammen mit dem der preussischen Infanterie schlug der französischen Marineinfanterie entgegen und sorgte für so massive Verluste das die komplette Brigade vom Schlachtfeld floh .

Nahe Rahna konnten die Russen sich im blutigen Handgemenge der Westfalen erwehren und das Regiment zurückzutreiben aber  eine Verfolgung der geschlagenen Gegner scheitere an einem Entlastungsangriff der Dragoner der die Musketiere in ein hastiges Karee zwang

 

5 Spielzug

Nach der Flucht der französischen Marinebrigade war der Weg der Allieren zu den Missionzielen (Großgörschen & Rahna) frei. Die Preussen rückten konzentriert auf Größgörschen vor und ein Regiment Landwehr führte bereits einen verwegenen Angriff gegen die Westfälische Besatzung des Ortes ohne jedoch die Überhand erringen zu können.

Der Premier-Leutnant, ein Franzos, hoch zu Ross geschmückt wie ein Pfau war gekommen und hatte  befohlen, in seinem schlechten Deutsch, diese Hütte zu besetzten und dort zu bleiben bis anderer Befehl käme. Kurt lud abwechselnd seine Flint und dann die meine, während ich immer wieder Schuß auf Schuß in die Herde der blaugerockten Preussen abfeuerte. Auch wenn ich im Pulverdampf etwas zu erkennen glaubte war kein toter Preuss zu sehen. Die Schulter schmerzte schon lange und die Hand hatte ich mir verbrüht am heißgefeuerten Rohre der Musketen … lange würde wir nicht mehr aushalten könne, dann könnte der König Lustig sehen wie er zurechtkäme.

Gegen Rahna ging ein Regiment russischer Jäger vor konnten jedoch, trotz Unterstütung des frischen Musketierregiments,  nur minimale Erfolge erringen konnte. Der kombinierte Beschuss der schweren französischen Batterie und der Westfalen nahe Rahna in Linie war letztendlich zuviel für das schwer angeschlagene Musketierregiment der Russen in Kareeformation, als Abwehr gegen den vorherigen Dragonerangriff, als sie unaufhörlich unter den ricochetierenden Vollkugeln bluteten.

Darauf ging das frische Musketierregiment hinter Rahna vor und stellten das Westfälische Linienregiment zum Kampf . Die frischen Russenmusketiere trieben die unmotiviert und erschöpften Deutschen vom Hügel und Schlachtfeld ohne größere Anstrengungen.

Die Franzosen mußten die Linke Flanke wieder stabilisieren und die gesamte Dragonerbrigade griff die heranrückenden Preussen an um deren Vorstoß zu verzögern. Auch wurde das bayrische Linienregiment nahe Rahna nach Großgörschen kommandiert .

 

6 Spielzug

Durch den Entlastungsangriff der französischen Dragoner vielen die ins Karree gezwungenen Musketierregimenter der Preussen für den finalen Angriff gegen Großgörschen aus, so das die bereits kämpfenden Landwehrsoldaten lediglich von den Fusilieren unterstützt wurden. Nach verbissenen Handgemenge über zwei Phasen wurden die Preussen mit letzte Mühe von den erschöpften Westfalen vor dem Dorfkern aufgehalten so das die letzte Möglichkeit auf einen Sieg an den russischen Angriff auf Rahna hing.

Die Russischen Musketiere, welche Unterstützung für den Angriff auf Rahna gaben, wurden durch einen überraschenden Angriff eines Dragonerregimentes aus dem Zentrum angegangen und mußten ihr Heil im bewährten Karree suchen welche die antrabenden Reiter ohne Mühe abwies...

aber die Jäger, nun auf sich alleine gestellt kämpften tapfer gegen die bayrischen Nationalgardisten um den Besitz des entscheidendem Missionsziels. Jedoch im letzten Moment versagten Ihnen die Nerven und der Ruf „Gegner im Rücken“ führte zu einem fluchtartigen Rückzug. Rahna blieb in den Händen der Bayern.

So hielten die Franzosen, trotz Verlust einer  Ihrer drei, Brigaden, zwei Missionsziele und verweigerten den Alliierten die Kontrolle eines dritten Missionziel der zu Ihrem Sieg nötig gewesen wäre.

Fazit:

Lustig gings weiter und beide Seiten mußten schwere Verluste einstecken. Mit dem letzten Zug konnten die Franzosen knapp verhindern das die Allierten und Russen ihre Mission erfüllen konnten.

Jedoch beschlossen wir dennoch es als unentschieden zu werten ... die Franzosen bzw. deren deutsche Verbündeten, hatten sich in der Nacht anscheinend aus den wichtigen Orten zurückgezogen so das der Kaiser am nächsten morgen seiner Garde den Befehl zum Angriff geben mußte ;)

Heden des Tages war die Dragonerbrigade die zwar faktisch, mit Ausnahme der Kosaken, keine Verluste erzeugte aber hin- und herreitend überall die gegnersichen Angriffe durch eine schneidige Kavallerieattcke aufhielt :)

Als nächstes folgt ...

Großgörschen 2 !!!

 

Es waren haupsächlich Miniaturen der Perry Brüder (https://www.perry-miniatures.com/) vorhanden aber auch Warlord (http://www.warlordgames.com/) Calpe  Miniatures (http://www.calpeminiatures.co.uk/) , Wargames  Foundry (http://www.wargamesfoundry.com/) sowie vereinzelt einige Front Rank-Miniaturen (http://www.frontrank.com/)