Kampagne „Deutschlande 1813“, Schlacht bei Möckern

Kampagne „Deutschlande 1813“, Schlacht bei Möckern

Ziel unserer „Baumkampagne 1813“ ist es, einen quasi historischen Hintergrund für unsere napoleonischen „Black Powder“ Schlachten zu schaffen. Auf Grund der interessanten Armeen- und Truppenvielfalt in den 1813-Feldzügen haben wir Diesen als Aufhänger einer Kampagne mit minimalistischem Verwaltungsaufwand gewählt um unseren Miniaturenbestand zu nutzen oder auch zu erweitern .

Das folgende Bild 1 gibt einen groben Überblick über die Landkarte, auf der sich die historischen Truppenbewegungen und Schlachten bis hin zur Völkerschlacht bei Leipzig entwickelten.

Bild 1: Karte zum Feldzugverlauf 1813 (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Gro% C3%9Fg% C3%B6rschen#/media/File:Fr%C3%BChjahrsfeldzug_1813.png)

 

Aus der Vielzahl an Scharmützeln, Schlachten und Belagerungen stechen die folgenden Begegnungen hervor:

Feldzug 1813

Lüneburg – Möckern – Halle – Großgörschen– Gersdorf – Nettelnburg – Bautzen– Reichenbach – Luckau – Haynau - Großbeeren – KatzbachDresdenHagelbergKulmDennewitzGöhrdeAltenburgBelagerung von WittenbergWartenburgLiebertwolkwitzLeipzigTorgauHanau

Die folgenden Begegnungen sind Teil unserer „Black Powder“ Kampagne zu den Feldzügen in 1813.

 

Möckern- SZENARIO:

Am 05. April 1813 treffen in der Nähe Magdeburgs die feindlichen Armeen bei Möckern erstmals aufeinander

 

Die Armeen bestanden aus :

Allierte:

  1. 1.       Brigade: Preussische Infanterie

                2x Musketierbatallion

                1x Fusilierbataillon

                1x Schützenkompanie

                3x Landwehrbatallion

                1x Landwehrreiter (tiny)

                1x Fußbatterie

  1. 2.       Brigade: Preussische Dragoner

                2x Dragonerregimenter

  1. 3.       Brigade: Österreichische Dragoner

                2x leichte Dragonerregimenter

                1x „Wurst“-batterie

 

Franzosen:

  1. 1.        Brigade:  Franz. Infanterie

                 2x Linieninfanteriebatallione

                 2x leichte Infanteriebatallione

                 1x Fußbatterie

       2.       Brigade:  Franz. Husaren

                 2x Elite Husaren

                 1x berittene Batterie

       3.       Brigade : Franz. Dragoner

                 2x Dragoner

                 1x berittene Batterie

        4.       Brigade: Westfälische leichte Kav.-Brigade

                 1x Chevaux Legere

                 1x Lanciers (small)

Siegesbedingungen:

Wer am Ende des Spiels mehr Zonen kontrolliert gewinnt die Mission

Kavallerie-gefecht:

Max. 1 Infanteriebrigade

Alle Einheiten betreten das Feld mit dem ersten Befehlswurf

 

 Spielzug 1:

Die Franzosen begannen indem die Husaren-, die westfälische Chevauxleger- und die Infanteriebrigade das Feld betraten und in aller Eile auf die Ehle zu überqueren. Unterstützt von mehreren berittene Batterien der französischen Artillerie die mit dem rasanten Tempo mühelos Schritt halten konnten.

Gewohnt , nicht anders von den ungestümen Reitern zu erwarten, ritt  die Husarenbrigade der Franzosen wild nach vorne um die Fluss Gabelung zu überqueren und die Windmühle einzunehmen.

Die Dragoner Brigade ließ  auf sich warten wohingegen die Westfälischen Reiter Ihren Pferden die Sporen gaben und mit den Französischen Husaren wetteiferten um die andere Flanke der Französischen Infanterie zu decken.

Die Französische Linieninfanterie marschierte langsamer aber bestimmt auf die Mitte des Flusses zu um das gegnerische Zentrum vor dessen Entwickelung zu vertreiben

 

Die Preußen waren geradezu lethargisch. Die preußischen Dragoner, die einzige schwerere Reiterei der Alliierten in dieser Kampagne, schaffte es gerad so auf  Höhe der Windmühle das Feld zu erreichen. Genauso taten es ihnen die Österreichischen Verbündeten mit ihren Chevauleger & Wurstbatterie , an den äußersten Flanken, gleich und sahen sich den Westfälischen leichten Reitern gegenüber.

Von der gigantischen Preußischen Infanteriebrigade (aus französischer Sicht eher eine ganze Division) kamen lediglich die zu jungen oder zu alten Männer der Landwehr aus dem Nebel marschiert und besetzten das Zentrum der Schlachtlinie.

Ursprünglich bestimmte der preußische Stab das die preußische Infanteriebrigade sich aufteilend mit den regulären Regimenter den Fluß überschreiten und die Windmühle einnehmen sollte während die Landwehreinheiten auf der rechten Seite den Nebenarms die Ebene bedeckten sollten. Jedoch  liesen die regulären Einheiten auf sich warten aber auf sich warten so das die Landwehr  auf sich alleine gestellt war.

 

Spielzug 2:

Die Westfalen attackierten forsch und beritten sowohl die Österreichische Batterie  mit den regulären Chevauleger als auch das äußerste Landwehrbatallion der Preußen mit  Chevaulegerlanciers .

Das Ergebnis war verheerend, nicht nur wurden die anreitenden Chevaulegere im Kartätschen-feuer vernichtet sondern auch die nachfolgenden Chevauleger Lanciers wurden durch eine zweite Salve derart mitgenommen das sie vom Feld ritten. Besonders frustrierend war das ich die Einheit gerade frisch bemalt hatte … L

Auf der anderen Seite des Schlachtfelds nahmen die französischen Husaren die Windmühle aber die preußischen Dragoner versuchten in einem verzweifelten Ansturm den Vormarsch der Franzosen zu verzögern

und zwangen ein Bataillon  französischer Ligne Ihr Heil in einem Karee zu suchen und drängten das führende Husarenregiment zurück auf die andere Seite der Ehle dricht gefolgt von den siegreichen Preussen

 

Im Zentrum entbrannte zwischen sich annähernden Infanteristen beider Seiten ein heftiges Tirailleurfeuer ohne eine Entscheidung herbeizuführen .

Von der Ankunft der französischen Dragonerbrigade war weiterhin kein Anzeichen auszumachen und der französische Kommandeur stelle die Fähigkeiten des kommandierenden Generals der Dragonerbrigade in Frage.

 

Spielzug 3:

Im Zentrum wurde das Gewehrfeuer heftiger und  zwei Battalione rührten den Pas de Charge gegen die preußische Landwehr. Der Kampf  wurde erbittert geführt endetet aber in einem blutigen unentschieden.

Von den dringend erwarteten regulären Kräften der preußischen Infanteriebrigade erschien lediglich eine Kompanie der schlesischen Jäger auf der rechten Seite um die französischen Husaren mit gezielten Gewehrfeuer einzudecken dazu noch die unterstützenden Elemente der Korpsartillerie. Die durchgebrochenen preußischen Dragoner trieben die Husaren weiter  vor sich her …

brachen jedoch die Verfolgung ab als der Kommandeur die erschöpften Einheiten  zurück in die sichere Reserve befahl in Anbetracht der anstehenden langen Kampagne und der Limitation der eigenen Kräfte schwerer Reiterei.

Endlich kündigte eine Staubwolke das Erscheinen der beiden vermissten französischen Dragonerregimenter an und in einem strengen Galopp überquerten die Dragoner die Ehle und ritten direkt auf die österreichischen  Chevaulegere  der rechten allierten Flanke zu.

Spielzug 4:

Um die Schmach des verspäteten Eintreffen auszugleichen griffen die Dragoner  unverzüglich die flankierende Österreichische Kavalleriebrigade an und trieben sowohl die Chevauleger als die sie unterstützende Wurstbatterie vom Feld und entblößte somit das Zentrum ihrer Flankendeckung.

Kombiniert mit dem aufrechterhaltenden Druck der Französischen Linieninfanterie brach das erste Bataillon  der Landwehr und floh, die restlichen Landwehrmänner hielten jedoch tapfer die Position in Erwartung der eintreffenden Linienregimenter Ihrer Provinzen.

An der Windmühle an der Flussgabelung konnten die Reste der französischen Husarenbrigade der immer zahlreicher eintreffenden Kräfte der Preußen …

 in Form von Fusilier - und Musketierbattalione nicht standhalten und müssten das Feld verlassen bevor sie letztendlich aufgerieben würden.

 

Spielzug 5:

Die französischen Dragoner wendeten Ihre Pferde und griffen das Zentrum der Landwehr an

Die preußische Linienregimenter schwärmte über die offene Flanke der französischen Infanteriebrigade und eröffneten ein heftiges Musketenfeuer so das die Verluste spürbar wurden

Spielzug 6:

Ein letzter Angriff der französischen Dragonerbrigade konnte noch die Landwehrreiter vertreiben und auch das zweite Bataillon der schlesischen Landwehr  ins Karee zu zwingen , welche dann von einer Einheit französischer Linieninfanterie mit dem blanken Bajonett aufgerieben wurde.

Jedoch mußte  das französische Zentrum aus Linieninfanteristen unter dem Druck und gezielten Feuer  der herbeiströmenden  Massen preußischen regulären Truppen weichen.

Der  französische Kommandeur mußte die Niederlage akzeptieren, da nicht nur der Zusammenhalt der Armee zusammenbrach sondern die Preussisch-österreichische Armee mehr Spielfeld-Sechstel als die Franzosen besetzte.

Fazit:

Ein guter Einstieg in die Kampagne und Spaß hatten wir bei der Angelegenheit auch :)

Für die Österreichischen Einheiten, auch wenn nicht zahlreich anwesend, verwendeten wir experimentelle Regeln, die weiter im Rahmen der Kampagne getestet und ausgearbeitet werden. Wurstbatterie folgte zwar den Regeln für „Horse Battery“ aber mit der Beschränkung der Bewegungsdistanz der Fußartillerie. Der Kommandeur sollte können  schwerer die 3-fach-Bewegung nutzen was den trägen Charakter des adligen Offizierskorp reflektieren sollte

Als nächstes folgt ...

Großgörschen !!!

 

Es waren haupsächlich Miniaturen der Perry Brüder (https://www.perry-miniatures.com/) vorhanden aber auch Warlord (http://www.warlordgames.com/) Calpe  Miniatures (http://www.calpeminiatures.co.uk/) , Wargames  Foundry (http://www.wargamesfoundry.com/) sowie vereinzelt einige Front Rank-Miniaturen (http://www.frontrank.com/)