Neues "Kurpfalz Feldherren"-Projekt: Der spanische Erbfolgekrieg 1701-1714

Neues "Kurpfalz Feldherren"-Projekt:

Der spanische Erbfolgekrieg 1701-1714


wir (bzw. speziell ich) hatte(n) schon einige Zeit vor, ein neues Projekt zu starten. Es ist einfach mal Zeit für eine neue Epoche und für einen neuen Maßstab.

Das hat folgende Gründe:

Grund 1: Neue Bemalungs-Herausforderungen
Nachdem in den letzten Jahren massenweise 15mm und 28mm Figuren bemalt wurden und sicherlich auch weiterhin werden, wollen wir etwas Abwechslung und neue Herausforderungen beim Figurenmalen angehen. Der 6mm-Maßstab für ein neues Projekt stand auch zur Disposition. Für Infanterie- und Kavallerie-lastige Armeen/Epochen find ich den Maßstab aber zu klein, da man meiner Meinung nach, auf etwa 1 m Entfernung schon nicht mehr den Unterschied zwischen Fußvolk und Reiterei sehen kann. Für BKC und den 2.WK ist das ja in Ordnung, da der Flair von den vielen Fahrzeugen viel ausmacht, für Pre-Motoren-Epochen hat mich 6mm bisher leider nicht überzeugt.
10mm hat für uns die Vorteile, dass wir Masse darstellen können (2 Figuren-Strips auf einer Base von z.B. 4cm x 2cm, stellt auch gut die Lineartaktik dar) und das für jeden von uns ein neuer Maßstab ist, so dass sich auch die eingefleischten 28mm- und 15mm-Fans unter uns, allesamt umstellen müssen.
(eigentlich ein netter Kompromiss wie ich finde 8))

Grund 2: Interesse an "Dreispitz-Ära"; (im englischen allgemein wohl als Horse&Musket bezeichnet)
Wir haben schon früher darüber gesprochen, unsere TT-Aktivitäten in das 18. Jahrhundert auszudehen (Sven hat da ja in 28mm schon vorgearbeitet :thumbsup:) und es gab die Entscheidung zu treffen zwischen Siebenjährigem Krieg (SYW), Großem Nordischen Krieg (GNW) und/oder Kriege des Sonnenkönigs (im engl. meistens "Marlburian Wars" bezeichnet). Der SYW wird ja derzeit (zumindest in 15 und 28mm) von einigen aus den deutschen Foren beackert. Und es war interessanter, was Unbekannteres zu machen.
Bei der Wahl zwischen "Marlburian" und GNW fiel die Entscheidung letztendlich auf den span. Erbfolgekrieg (engl.: "War of the spanish succession" kurz: WSS), weil dort die Auswahl an beteiligten Nationen größer ist und es uns so die Möglichkeit gibt, dass jeder der Projektbeteiligten eine eigene Nation anmalen kann.

Weitere Überlegungen:

Regeln:
Ich will nicht unbedingt ein neues Regelwerk lernen und wir werden wahrscheinlich zunächst mal auf Bekanntes zurückgreifen. Entweder Crusader:Rank&File, oder FOG-Renaissance (ein Armeebuch für 1690 - 1700 soll erscheinen), vielleicht auch eine der web-Erweiterungen der DBA-Regeln oder eine kleine Adaption der alten Crusader-Regeln (hat für den TYW ja auch recht gut geklappt). Auch "Age of Honor" (eine Fire&Fury-Erweiterung für das frühe 18.Jh.) erscheint vielversprechend. Mal sehen.

Figuren:
Jetzt zum wesentlichen...den Minis. Wir haben bisher Pendraken und Old Glory gefunden, die Figuren für diese Zeit anbieten und auch schon die erste Fuhre bestellt. Es war erfreulich zu sehen, dass diese von der Größe her sehr kompatibel und beide von guter Qualität sind. Ich denke, den Großteil der Armeen werden wir mit diesen beiden Herstellern abdecken. Es ist generell so, dass es wenige Grundtypen an Modellen gibt und erst die Bemalung der Uniformen und Flaggen dann zeigen, zu welchem Volk sie gehören. Das heißt man kann auch gut überschüssige oder nicht mehr gebrauchte Figuren untereinander tauschen.

Lagerung:
Da teilweise (zumindest mein) verfügbarer Lagerplatz langsam an seine Grenzen stößt, kommt für mich ein größerer Maßstab (wie z.B. 28mm) derzeit nicht in Frage. Ich hoffe in 10mm einiges sammeln zu können, ohne dafür viel Platz zu belegen. Wahrscheinlich wird es sich zeigen, dass doch eine große Menge an Figuren und Gelände zusammenkommt und es doch knapp wird. Aber die guten Vorsätze sind schonmal da.

Aktuelle Planungen:

Bis jetzt sind vier Clubmitglieder am Figuren kaufen und daran, erste Bemalerfahrungen in diesem Maßstab zu sammeln.
Die ersten Bestellungen bei Old Glory und Pendraken sind durchgeführt und teilweise auch schon eingetroffen.

Der ungefähre Projektverlauf könnte in folgenden Schritten erfolgen:

1. Aufteilung der einzelnen Kriegsparteien (Franzosen, Österreicher, Briten, Niederländer, Deutsche Staaten) auf die Projektbeteiligten

2. Jeder bemalt erstmal ein bis zwei DBA-Armeen, also ca. 12-30 Elemente, parallel dazu schauen, was man an vorhandenem Gelände verwenden kann. Gelegentlich schonmal erste Anschaffungen an maßstabspezifischen Gelände wie z.B. Gebäude durchführen.

3. Erweiterung der Armeen auf BBDBA-Größe (ca. 36 Basen). Somit dürften auch schon größere Spiele z.B. nach Crusader Rank&File und kleinere Szenarien wie die "Schlacht am Speyerbach" möglich sein .

4. Erweiterung auf spielbare Mindestgröße für Age of Honour. Dies dürfte dann schon ungefähr der 600 Punkte Starterarmee für Field of Glory Renaissance entsprechen.

5. Nach Erscheinen des entsprechenden Armeebuches für Field of Glory Renaissance, Ausbau auf 800 Punkte Armeen.

Da dann im 2 gegen 2-Modus FOG:R Spiele mit 1600 Punkte pro Seite möglich sind, sollte das vorhandene Material auch für große historische Schlachten ausreichend sein. Für Demospiele auf Conventions könnte dann eine historische Schlacht (z.B. Ramilies oder Blenheim) ausgewählt werden und es wären ggfs. nur noch spezielle Truppentypen oder besonderes Gelände zu ergänzen.