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Play-by-email-Kampagne 1629 AD

Hintergrund ist der schwedisch - polnische Krieg 1626-1629 n.Chr.

Historischer Hintergrund:
Der polnische König Sigismund III. Wasa befindet sich im Krieg mit seinem Großneffen dem schwedischen König Gustav II.Adolf Wasa. Es geht um die Ansprüche Sigismunds auf den schwedischen Thron und um die Vormachstellung im Baltikum. Die Kampagne spielt in der Provinz Königlich-Preußen (Ostpreußen). Die Provinz gehört zwar zum Kurfürstentum Brandenburg, ist aber offiziell ein Lehen der polnischen Krone. Der Kurfürst von Brandenburg verhält sich neutral, da er einerseits in die Familie Gustav Adolfs eingeheiratet, aber andererseits dem polnischen König den Lehenseid geschworen hat. Also überlässt er den Polen die Verteidigung seines/ihres Lehens.  
Die Schweden sind seit Kriegsbeginn 1626 an verschiedenen Stellen in Polen gelandet, so auch in Ostpreußen. Die erste Zeit verlief sehr erfolgreich, da viele der protestantischen Städte den Glaubensbrüdern aus dem Norden quasi kampflos die Tore öffneten. Aber nach einigen Monaten erstarkte der polnische Widerstand und es gab auf beiden Seiten Siege und Niederlagen.
Die reiche und freie Hansestadt Danzig hat sich der polnischen Oberhoheit unterstellt und unterhält eine eigene kleine Armee und Kriegsflotte, die ihre Unabhängigkeit, allen schwedischen Angriffen zum Trotz, bis zum Kriegsende garantiert.
König Gustav Adolf hat nach Rückschlägen in einem vorherigen schwedisch-polnischen Krieg seine Armee neu strukturiert. In diesem Krieg von 1626-1629 werden die Grundsteine gelegt für den glorreichen Siegeslauf der Schweden im 30 jährigen Krieg und auch Gustav Adolf verfeinert seine Fähigkeiten als Feldherr.
Im Gefecht bei Dirschau 1627 wird Gustav Adolf im Nacken verwundet und fortan verhindert die Verletzung, dass er im Kampf eine Rüstung tragen kann. Ein Umstand der später zu seinem frühen Tod auf dem Schlachtfeld von Lützen mit beigetragen haben soll.
Im Frieden von Altmark (September 1629) stimmt Schweden zwar der Räumung fast aller besetzter Gebiete zu, sichert sich aber die Erhebung von sehr einträglichen Zöllen aus dem Ostseehandel. Mit diesen enormen Einnahmen, finanziert Schweden zu einem großen Teil seine Beteiligung am 30 jährigen Krieg ab 1631.
Insofern ist dieser Krieg von 1626-1629 sowohl Schwedens Sprungbett für die Erfolge im 30 jährigen Krieg, birgt aber auch die Voraussetzung für den Untergang seines berühmten Königs.

Kampagnen-Hintergrund:
Frühsommer 1629. Nachdem seit einigen Monaten ein Patt zwischen Schweden und Polen bestand, kippt die Waagschale als Wallenstein ein kaiserliches Korps unter Feldmarschall von Arnim zu Polens Unterstützung schickt. Hierdurch wird ein schwedischer Vorstoß nach Warschau mit der Schlacht von Honigfelde gestoppt. Die schwedische Reiterei erleidet horrende Verluste und selbst König Gustav Adolf entkommt mit letzter Mühe dem Tod oder der Gefangennahme.
Desweiteren sind Nachrichten eingetroffen, dass Wallenstein an der Ostsee steht und in Wismar mit dem Bau einer kaiserlichen Flotte begonnen hat. Plötzlich scheint sogar eine kaiserliche Invasion in Schweden möglich. Außerdem trägt sich der schwedische König schon länger mit dem Gedanken einer Landung in Norddeutschland. Die Schweden ziehen sich deshalb langsam aus Preußen zurück und der König ist schon abgereist. Schneller als erwartet stoßen die gut berittenen Polen nach und drohen, die schwedische Armee einzuschließen. Deshalb wird den schwedischen Generälen Wrangel und Thurn befohlen, die Weichsel zu halten und die nachrückenden Polen aufzuhalten.
Dem polnischen General Potocki und Feldmarschall Arnim andererseits obliegt die Verfolgung der Schweden und die Inbesitznahme des gesamten Landstrichs.

Allgemeine Informationen:
Die Polen sind den Schweden etwas überlegen, ihre Hauptstärke ist die Reiterei.
Außerdem ist ein kleines Geschwader der Danziger Flotte in der Danziger Bucht präsent. Es ist bereit, die Polen zu unterstützen, sei es durch Bombardements von See aus oder durch den Transport von Truppen. Nur das schwedisch besetzte
Fort Marie hindert noch die Danziger Kriegsschiffe am Einlaufen in die Weichsel.  

 

Die Kampagnenkarte:

Beschreibung:

Es wird auf einer Hexfeld-Karte mit durchnummerierten Hexfeldern gespielt.
Alle Ortschaften sind zunächst neutral. Sie gelten als feindlich, wenn sie explizit von gegnerischen Truppen besetzt sind.

D.6 und E.10 sind teilweise mit Grafikfehler. Es soll sich um normale offene (weiße) Felder handeln.

Hügel sind durch braune Ovale dargestellt. Sie geben einen Höhenvorteil im Gefecht und zählen als offenes Gelände.
Ortschaften sind schwarz dargestellt.
Wälder und Sümpfe sind durch grüne Felder dargestellt und zählen als schweres Gelände (Nachteile siehe Bewegungsregeln), wenn keine Straße hindurchführt.
Danzig ist eine freie Hansestadt, die mit einer eigenen kleinen Armee eifersüchtig über ihre Unabhängigkeit wacht. Daher kann das Hexfeld mit Danzig (Koordinate D.2) von keinen an der Kampagne beteiligten Truppen betreten werden.
Bei dem Dorf Dworek befindet sich eine große Fährstation. Die Weichsel kann hier überquert werden. Ansonsten ist die Weichsel nur über die Brücken bei Dirschau und westlich von Marienwerder zu überqueren.
Das Flüsschen Nogat kann überall überquert werden, zählt aber als schweres Gelände.

 

Die Weichsel kann vom Norden her bis zur Brücke von Dirschau (Koordinate E.7) von dem Danziger Flottengeschwader befahren werden.

Die drei dunkelblauen Vielecke am Osteseestrand im Norden sind Plätze, an denen die polnische Flotilla Truppen absetzen oder zum Transport aufnehmen kann.

Die Flotte kann einen Trupp mit maximal 3.000 Mann transportieren.

 

Update 15.11.2016:

Überarbeitung Kurierystem:

Es zeichnet sich ab, dass zwei Kuriere pro Spieler zu wenig und auch ziemlich unrealistisch sind, da ein Kommandant ja quasi jeden (vorzugsweise berittenen) Soldaten als Kurier nutzen kann. Es gilt daherfolgende Erweiterung:

Die zwei mit Namen ausgestatteten Kuriere pro Spieler bleiben und sind die "professionellen" Kuriere. Kommandanten können aber auch beliebige andere Kuriere senden. Da diese aber nicht so geübt, orientierungsstark oder mit dem Land vertraut sind, haben sie ein höheres Risiko, mit ihrer Nachricht zu verschwinden.

Es gilt nach wie vor, dass ein Kurier die Anzahl der Hexfelder, die er zurücklegen muss, mit einem W10 er- oder überwürfeln muss.

Der zuverlässige Kurier (1 pro Spieler)  bekommt auf diesen Test +2

Der 2. professionelle Kurier bekommt auf diesen Test keinen Modifikator +/- 0

Andere Kuriere bekommen auf diesen Test -2

Gelingt ein Kuriertest nicht, kommt folgende Tabelle zur Anwendung:

2W6

2-3: Kurier fällt dem nächsten feindlichen Kommandanten in die Hände

4-5: Kurier verirrt sich oder desertiert. Kurier und Botschaft gehen verloren

6-7: Nachricht wird 2 Runden später zugestellt

8+: Nachricht wird 1 Runde später zugestellt

Allgemeiner Hinweis:

Die Kuriere sind in diesem PBM genauso getaktet, wie die normalen Trupps und bewegen sich genauso schnell und in den selben Intervallen wie Kavallerietrupps. Es reicht also aus, die Kuriernachrichten mit dem Befehlsblatt abzugeben, da vom SL die Kuriere analog den Trupps Tag für Tag geführt und bewegt werden. Da zwischen den einzelnen Zugabgabeterminen kein "Leben" in der Kampagne stattfindet, bewegen sich Kuriere auch nicht außer der Reihe. Also erst wenn alle Befehlsblätter am Zugabgabetermin für einen Spielzug abgegeben wurden, schreibt sich die PBM-Geschichte (und dazu gehören auch die Kuriere) weiter, vorher nicht.