STRALAG 13

STRALAG 13

Einer meiner langjährigen Vorsätze im Hobby war "ich mach nix mit Sci-Fi" und daran habe ich mich bisher auch gehalten. Warhammer 40K u.ä. ließ mich kalt, Star Wars fand und finde ich immer noch zum gähnen usw. usf.

Aber, tja, ich hab letztens damit begonnen, eine Schneematte und verschneites Gelände für  Frostgrave zu basteln und als ich mir Gedanken für eine zusätzliche Verwendung machte, kamen mir doch die alten Valhallaner von Games Workshops Warhammer 40.000 in den Sinn. Sie würden mit ihrer dicken Winterkleidung perfekt passen. Als potentielle Gegner wollte ich Tyraniden haben. Damals hat mich Starship Troopers 1 schwer begeistert und so ein cooles Szenario von ein paar imperialen Soldaten gegen Massen von Bugs wäre schon schick. Statt im Film eine Sandwüste, würde bei mir halt die Eiswüste der Hintergrund sein.

Mit den besten Vorsätzen, einer ausgeklügelten Einkaufsliste und ein paar großen Scheinen von der letzten Steuererstattung, fuhr ich auf die CRISIS 2018 in Antwerpen. Einen sehr unterhaltsamen und inspirierenden Tag später hatte ich eine große Tüte Tyranniden und ein paar Panzerfahrzeuge zusammen. Als Spontankäufe kamen noch eine Box Kroots (gehören eigentlich zu den Tau), ein Inquisitor und zwei Dutzend menschliche Chaoskultisten dazu. 

Die Valhallaner bekam ich nicht auf der Convention, konnte aber einen guten Grundstock und einige Space Marines über eBay kaufen. 

Als ich über ein Szenario nachdachte und die vorhandenen Modelle in Betracht zog, formte sich die Idee für folgendes Szenario:

Auf einem polaren Kontinent befindet sich ein imperiales Strafgefangenenlager namens "STRALAG 13". Die Häftlinge dort (Chaoskultisten) revoltieren und haben sich der Waffen der Wachmannschaft bemächtigt. Außerdem befindet sich ein imperialer Inquisitor mit einer kleinen Leibwache aus Space Marines vom Orden der Black Templars im Gebiet.

Eine Kompanie des Valhallanischen Gardeschützenregimentes kommt gerade von einer Strafexpedition gegen renitente Ureinwohner (die Kroots) zurück und erhält per Funk den Befehl, den Gefangenenaufstand niederzuschlagen und dem Inquisitor sicheres Geleit zu geben. Als wär das alles noch nicht genug, hat sich das Schwarmbewusstsein der Tyraniden genau diesen Ort und Zeitpunkt ausgesucht, um eine kleine Invasion zu beginnen ...

... to be continued

Stand 10.12.2018:

Ich bin mir noch nicht sicher, welches Regelwerk es denn letztendlich werden wird. Warhammer 40K ist natürlich die erste Idee, aber auch Force on Force, Crossfire oder sonstige Regeln für "moderne" Kriegführung sind vorstellbar.

Über eBay hab ich mir mal die altehrwürdige Warhammer 40K 2. Edition aus den 1990er Jahren besorgt:

Nach einigen Wochen entgraten, stiften, basieren und bemalen, hatte ich genug Modelle fertig für ein kleines Spiel. Also auch mal Zeit, um einige Fotos zu posten.

Szenario war einfach eine Durchbruchsmission, in dem die Space Marines und Valhallaner das Spielfeld überqueren mussten und dabei von Tyraniden angegriffen werden, die sie von allen Seiten umzingelten. Da ich nur 9 Tyraniden fertig bemalt habe, würfelte ich am Ende jedes Spielzuges mit 1W4 die Tischkante und mit 1W6 die Anzahl der (vorher gestorbenen) Tyraniden aus, die als Verstärkung kamen.

Die Black Templars marschieren über die Schneelandschaft, geführt von einem Offizier mit Boltpistole und Energieaxt und unterstützt von einem Raketenwerfer-Marine.

Auch die Soldaten meiner Gardeschützen haben ein Raketenwerferteam dabei.

Die Tyraniden greifen an ...

... und fallen über die Valhallaner her.

In Windeseile haben sie die Soldaten mit ihren Sensenklauen niedergemacht. Auch der imperiale Offizier fällt.

Die Tyraniden pirschen sich an einigen Eiskristallen vorbei.

Aber die Space Marines sind ein wesentlich härterer Gegner. Deren hoher Widerstand und Rüstung können die Außerirdischen nicht durchdringen. Die Templer machen eine Rotte nach der anderen nieder.

Und verlassen schließlich, mit nur einem Bruder Verlust, das Kampfgebiet, um die Nachricht von der Tyraniden-Invasion den übergeordneten Stellen mitzuteilen.