Club-Projekt 2011: Tilly´s letzte Schlacht 1632

Club-Projekt 2011: Field of Glory: Renaissance

Tillys letzte Schlacht - Rain am Lech, April 1632

Ein historisches Szenario aus dem 30 jährigen Krieg (1618-1648)

 

Historischer Hintergrund

Nachdem 1631 der Krieg schon viele Jahre andauerte und die protestantische Sache verloren schien, überquerte der schwedische König Gustav II. Adolf Wasa mit einem Heer die Ostsee und landete in Deutschland. In der Schlacht von Breitenfeld (Sept. 1631) besiegte er die kampferprobte Armee des Kaisers und der katholischen Liga unter dem Oberkommando von Johann T´serclaes Graf von Tilly.

Um die Ländereien seines Herrn Herzog Maximillian von Bayern zu schützen, zog sich Tilly etappenweise nach Bayern zurück. Die Schweden folgten ihm zunächst nicht, sondern marschierten den Main entlang ins Rheinland.

Nachdem das Winterlager abgebrochen war, machte sich die schwedische Armee 1632 auf den Marsch um Bayern niederzuwerfen. Tilly, der Feldherr der katholischen Liga, entschloss sich, den Fluß Lech als Verteidigungslinie zu nutzen und die Flußüberquerung der Schweden zu verhindern.

So kam es zur Schlacht am Lech, in deren Verlauf die Schweden erfolgreich den Fluß überschritten. Tilly wurde von einer Kanonenkugel schwer verletzt und auch sein Stellvertreter Johann v. Aldringen wurde niedergeschossen. Bevor die Schweden die katholische Armee aufreiben konnten, zog Bayernherzog Maximilian seine Truppen nach Ingolstadt zurück, wo der altgediente Tilly, der "Mönch in Rüstung", seinen Verletzungen erlag. Ein Frühjahrssturm, der viele Bäume entwurzelte und Wege unpassierbar machte, hinderte die Schweden zunächst an einer effektiven Verfolgung. Trotzdem war durch diese Schlacht die Verteidigung Bayerns überwunden und das Land wurde in den folgenden Monaten geplündert, gebrandschatzt und ausgeraubt.

 

Die Schlacht

Die kaiserlichen und ligistischen Truppen haben sich auf der Ostseite des Flusses verschanzt und erwarten den schwedischen Angriff. Da es sich bei einem Teil der Armee um neuausgehobene Rekruten handelt, wagt Tilly keine großen offensive Aktionen. Schwedenkönig Gustaf Adolf ist zuversichtlich, die Verteidigungsstellung nehmen zu können. Er ist zahlenmäßig deutlich überlegen, kann auf einen großen Artilleriepark zurückgreifen sowie auf seine Veteranen, die sich im letzten Jahr siegreich quer durch ganz Deutschland gekämpft haben. Die Schweden haben in der Nacht eine Bootsbrücke errichten können, die durch eine bewachsene Flußinsel größtenteils durch feindlichen Artilleriebeschuss geschützt ist. Außerdem haben sie weiter flußaufwärts eine passierbare Furt entdeckt. So planen die Schweden einen Angriff an zwei verschiedenen Richtungen auf die gegnerischen Stellungen.

 

Das Szenario

Die katholischen Truppen sind eingegraben, während eine Reiterreserve zur Verfügung steht. Die Schweden haben ihr schweres Feldgeschütz aufgefahren und machen sich an die Flussüberquerung.

Das Szenario kann auf zwei verschiedenen Schauplätzen gespielt werden; nämlich der Angriff der schwedischen Infanterie über die Bootsbrücke und das Reitergefecht an der Furt.

Gespielt wird nach dem Regelwerk Field of Glory - Renaissance. Die Armeen sind aus dem Armeebuch Wars of Religion. Gespielt wird mit 15mm- Figuren der Firmen Essex, Freikorp 15, Lancashire, Donnington und Testudo. Es sind etwa 850 Miniaturen auf dem Tisch, wobei mit rund 480 Miniaturen gespielt wird.

Figuren und Gelände von Wraith und Sorandir.